Ausbildung zum Koch / zur Köchin

Die Ausbildung zum Koch/zur Köchin

Lange Zeit galt die Ausbildung zum Koch, bzw. die Ausbildung zur Köchin, als eher zweitrangig im Ausbildungs- und Wirtschaftsgefüge, und erfreute sich keines hohen Ansehens in der breiten Masse potentieller und zukünftiger Lehrlinge. Es ist unter Anderem der Medienlandschaft zu verdanken, dass sich dies in den vergangenen Jahren merklich zum Positiven veränderte. Die inzwischen sehr gefragte und nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannte staatlich geregelte gastgewerbliche Ausbildung zum Koch erstreckt sich über eine Lehrzeit von drei Jahren, findet wahlweise im Dualen System oder im Rahmen einer schulischen Ausbildung statt, und bekleidet einen mittlerweile hohen Stellenwert mit hervorragenden Aussichten auf einen Arbeitsplatz. Potentielle Stellen finden sich in Restaurants und im Hotelgewerbe ebenso wie in Kantinen, Kranken- und Pflegehäusern, als auch in der Schifffahrt und in der Nahrungsmittelindustrie.

Die Ausbildung zum Koch bringt eine Besonderheit mit sich, die im Rahmen handwerklich ausgerichteter Berufszweige einmalig ist: Die bestandene Prüfung zum staatlich anerkannten Koch berechtigt nach der Ausbildung zum Koch/zur Köchin das Eröffnen und Führen eines eigenen gastronomischen Betriebs ohne weitere Zusatzqualifikation wie bspw. eines Meistertitels.

Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsinhalte

Für die Ausbildung zum Koch wird eine gesundheitsmedizinische Unbedenklichkeitsbescheinigung nach §§ 42 und 43 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten vorausgesetzt. Eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung wird bei allen potentiellen Lehrlingen für eine Ausbildung zum Koch/zur Küchen bis zum 18. Lebensjahr gefordert. Darüber hinaus gibt es keine staatlich geregelten Zugangsvoraussetzungen, lediglich die Berufsschulen können auf bundesstaatlicher Ebene eine schulische Mindestqualifikation verlangen, die in der Regel bereits bei einem Hauptschulabschluss beginnt.

Der Auszubildende lernt während seiner Ausbildung zum Koch die Grundlagen der Lebensmittelkunde, Lebensmittelhygiene, sowie das Vorbereiten und Zubereiten von Vorspeisen, Hauptspeisen, Nachspeisen, Soßen und auch ganzer Menüs. Das erste Lehrjahr beschränkt sich hierbei hauptsächlich auf theoretische und warenkundliche Aspekte und einfache Gerichte, das Zubereiten von Fisch, Fleisch, Krustentieren und höhere Wirtschaftskunde finden im 3. Ausbildungsjahr statt. Das zweite ist geprägt durch pflanzliche Gerichte und Süßspeisen. Als Grundvoraussetzung gelten weiterhin das Beherrschen der Grundrechenarten sowie kalkulatorisches Geschick.

Die Ausbildung zum Koch ist inzwischen eine respektable, die Ausbildungsvergütungen hingegen variieren stark nach Ausbildungsstätte und Art des Betriebs, und liegen zwischen 350 und 550 Euro im ersten Ausbildungsjahr, bis hin zu 500 bis 800 Euro im dritten.