Bachelor & Master

Alle reden davon, aber was ist eigentlich ein Bachelor?

In Deutschland wird die Reform der Hochabschlüsse wild diskutiert und nun wollen alle wissen, was es mit der Bachelor-Einführung nun auf sich hat. Wer sich derzeit für eine Studienrichtung entscheiden will und dabei einen Blick auf die Studienordnung wirft, der wird kaum noch die alten Diplom- oder Masterstudiengänge finden. Doch stattdessen trifft man auf zahlreiche neue Bachelor-Studiengänge. Der Bachelor wird als akademischer Grad als berufsqualifizierendes Studium vergeben. Bachelor wird mit dem Wort „Junggeselle“ verzeichnet. Damals nach der Gründung der ersten Hochschulen wurde dieser Begriff zum Titel für Hochschulabsolventen, die in der Zeit meist noch männlich waren. Der Bachelor wird nun neu eingeführt, weswegen die alten Studiengänge Master und Diplom nach einiger Zeit abgeschafft werden sollen. Es haben sich insgesamt 47 Nationen dafür entschlossen den Bachelor und den Master einführen zu lassen um die Leistungen miteinander vergleichen zu können.

 

Vorteile des Bachelors

Der Bachelor-Studiengang hat gegenüber dem Diplom einige Vorteile. Die Studienzeiten sollen verkürzt werden wie auch eine Verbesserung und eine schnellere Berufsqualifizierung. Innerhalb der Europäischen Union sollen der Abschluss und die Anerkennung einheitlich sein. Die Mobilität der Studenten soll gefördert werden und die Studienordnung soll aufgrund der Umstellung auf den Bachelor modernisiert werden. Ein Bachelor-Studium dauert bis zu drei Jahre, zusammen sind das sechs Semester. Die Grenze von acht Semestern kann nicht überschritten werden. Ein Master-Studium nach dem Bachelor oder nach einer Berufstätigkeit verfügt über zwei bis vier Semester. Das Fachwissen kann somit noch ausgebaut werden. Während des Studiums sollen einem Studenten alle fachlichen Kenntnisse, Sprachkenntnisse, soziale Kompetenzen sowie auch die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens beigebracht werden. Wie auch in anderen Studiengängen ist auch beim Bachelor ein Praktikum verpflichtend. Es wird dann meistens ein Praktikumssemester verlangt oder auch ein Praktikum in den Ferien. Dies kommt ganz nach der ausgewählten Universität an. Dazu kann noch ein Auslandssemester verlangt werden, weil dort interkulturelle Kompetenzen kennen gelernt werden können. Im Vergleich zu den traditionellen Studiengängen wie Diplom ist der Bachelor eine Modularisierung. Im Studium kommt der Student den fachbezogenen Modulen näher, die das Studienfach gerecht in Abschnitte gliedern. Daraus entsteht dann eine Durchschnittsnote, wobei diese dann nachher wieder zusammengefasst eine Abschlussnote ergeben. Dieses System macht es den Studenten übersichtlicher und dokumentiert zugleich auch die einzelnen Leistungen eines jeden Studenten.

 

Abschluss der Bachelorarbeit

Um das Bachelor-Studium fachgerecht beenden zu können, wird eine spezielle Bachelorarbeit verlangt. Angefertigt wird diese am Ende des letzten Fachsemesters und hat eine Seitenanzahl von 30 bis 40 Seiten. Das Ziel dabei ist es, nachweisen zu können, dass der Student in der Lage ist ein Thema selbstständig und wissenschaftlich zu bearbeiten. Das Studium sollte sich auch an die spätere Berufspraxis richten, um den Fachbezug zu kennen. Sie müssen deswegen Projekte gemeinsam mit der Wirtschaft durchführen, um erste Einblicke gewährt zu bekommen. Auch die Zahl der wissenschaftlichen Arbeiten nimmt von Jahr zu Jahr immer mehr zu. Vor einem Studiengang zum Bachelor sollte man sich als zukünftiger Student darum bemühen sich ausreichend über das Thema, die Richtung und die passende Hochschule zu informieren.