Lieber Studieren oder Ausbildung machen?

Studium oder Ausbildung, das ist hier die Frage? So geht es vielen fertigen Abiturienten nach ihrem Abschluss an der Schule, die noch nicht genau wissen, in welche Richtung sie sich nun beruflich entwickeln wollen. Schauen wir uns einmal die jeweiligen Vor- und Nachteile an.
Als Student hat man sehr viel Freiraum, in dem man sich umschauen und orientieren kann. Allerdings ist es durchaus so, dass man auch bei sehr breiten Studiengängen, wie beispielsweise BWL schon relativ früh spezialisieren muss. Möchte man eher in den Bereich Marketing? Oder Finanzen? Oder Personal? Oder Recht? Wenn man einfach drauflos studiert, wird man Schwierigkeiten haben, hier eine fundierte Entscheidung zu treffen. Hinzu kommt, dass man an der Uni oder FH zum “Fachidioten” ausgebildet wird, also meist relativ wenig praxisrelevantes Wissen vermittelt bekommt. Damit fehlt nach dem Abschluss des Studiums sehr viel, was im Beruf benötigt wird. Zwar gibt es die Möglichkeit, in den Semesterferien Praktika zu absolvieren, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass viel Zeit hierzu nicht bleibt, denn irgendwann müssen auch Hausarbeiten und Seminararbeiten geschrieben werden.
Entscheidet man sich nach der Schule zuerst für eine Ausbildung, stehen einem hinterher immer noch alle Möglichkeiten offen. Man muss hier nur wissen, in welche Richtung es in etwa gehen muss. Für wirtschaftlich Interessierte bietet sich so zum Beispiel eine kaufmännische Ausbildung, wie in einer Bank an. Hier sammelt man Praxiserfahrungen und kann hinterher angesichts dieser Erfahrungen eher beurteilen, ob und wenn ja welches Studium nun weiterführend aufgebaut werden soll. Zwar ist die Ausbildung natürlich keine Patentlösung für jeden, aber grundsätzlich sehr zu empfehlen.