Notwendige Versicherungen für Azubis

Endlich ist es so weit. Die Schule ist aus und der Start in das Berufsleben ist geglückt. Seit dem 1. August sind mittlerweile ein paar Wochen vergangen und die ersten beiden Gehälter dürften schon auf dem Konto angekommen sein. Doch ist es nicht nur so, dass sehr viel mehr Geld zur freien Verfügung steht, daneben ist es (leider) auch so, dass man die Verantwortung für leidige Themen wie Finanzen und Versicherungen übernehmen muss. Für Versicherer sind junge Azubis ideale Kunden. Zwar ist das Budget noch sehr knapp, aber in aller Regel haben sie keine Versicherung und benötigen damit das Rundum-Sorglos Paket. Hinzu kommt, dass noch wenige Erfahrungen und Kenntnisse auf diesem Gebiet vorhanden sind, so dass die Überzeugungsarbeit vielleicht ein wenig geringer ausfällt als bei anderen Kunden. Vor diesem Hintergrund beschäftigen wir uns in diesem Artikel kurz mit den wirklich notwendigen Versicherungen. Das soll natürlich nicht heißen, dass die hier nicht aufgeführten Versicherungen vollkommen überflüssig sind. Doch angesichts der Budgetbeschränkung ist es am wichtigsten, dass die drei wirklich essentiellen Versicherungen vorhanden sind. Über alles andere kann man auch später noch nachdenken.

In Deutschland herrscht bei der Krankenversicherung Versicherungszwang. Grundsätzlich muss jeder unselbstständige Arbeitnehmer eine Krankenversicherung haben, in den meisten Fällen ist dies eine der gesetzlichen Krankenversicherungen – ein Umstand, der auch auf die allermeisten Azubis zutreffen dürfte. Zwar sind die Beiträge der Kassen grundsätzlich gleich hoch, doch heißt, das nicht, dass die Wahl der Krankenversicherung vollkommen unerheblich ist. Denn die große Unterscheidung liegt vor allem im Leistungsspektrum, das sich von Kasse zu Kasse unterscheiden kann. manche Versicherungen sind in einigen Bereichen besser als andere. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, sich vor der Wahl der Kasse mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen auseinander zu setzen, um das beste für das Geld zu bekommen.

Nummer zwei und drei auf der Liste, die auch von Verbraucherschützern empfohlen werden, sind die private Haftpflichtversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Letzteres ist wichtig, denn sie zahlt im Falle der Berufsunfähigkeit im Zweifelsfalle bis zur Rente jeden Monat eine vereinbarte Summe, die hilft, den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Der weit verbreitete Glaube, dass der Staat in so einem Falle helfen würde, ist nämlich in den meisten Fällen ein Irrglaube. Die Haftpflichtversicherung springt dann ein, wenn man, was unabsichtlich durchaus passieren kann, wie auch immer größere Schäden angerichtet hat, für die man Haftung übernehmen muss. Um dieses exorbitante Risiko abzusichern sollte ruhig eine hohe Haftungssumme gewählt werden, da diese Versicherung relativ günstig zu haben ist und damit wirklich existenzielle finanzielle Risiken abgedeckt werden können. Doch sollten sich Azubis vor dem Abschluss informieren, ob sie nicht vielleicht noch bei ihren Eltern mitversichert sind, mit ein wenig Glück ist dies nämlich gegeben. Dann kann der Beitrag für die Haftpflicht auch gespart werden.